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Etwas Foren-Vorgeschichte

Beitragvon Parzival » 21.08.2015, 18:41

Manchen, der hier neu ins Forum dazu kommt, wird es vielleicht interessieren, wie es zu seiner Gründung gekommen ist. Deshalb möchte ich aus meiner Sicht etwas zur „Foren-Vorgeschichte“ schreiben.
Als ich vor zwei Jahren mich mit dem Thema „Hochsensibilität“ selbst begonnen habe auseinanderzusetzen, habe ich mich damals bei den beiden größeren bestehenden Foren „Treffpunkt Hochsensibilität“ und „empfindsam.net“ angemeldet. Nach einigen Monaten stellte ich jedoch fest, dass beide nicht so recht meinen Erwartungen entsprachen. Beim einen Forum gab es immer wieder Streit im Forum, der sich meiner Einschätzung nach oft aus unverhältnismäßigen, in krassem Gegensatz zu meinem Verständnis von „sensiblem Umgang“ stehenden Eingriffen der Forenleitung ergab, und im anderen Forum herrschte grundsätzlich ein von einem Gutteil der dort tonangebenden Userschaft vorgegebener rauher, für mein Empfinden recht „unsensibler“ Tonfall vor.
Eine Weile versuchte ich mich mit dieser Situation zu arrangieren, soweit es ging, und beschränkte mich zeitweise dann nur noch aufs Mitlesen. Leider fand ich auch keinen rechten „Ersatz“ als Ort des virtuellen Gedankenaustauschs bei Facebook, denn in den meisten Gruppen dort kam es eigentlich kaum zu intensiveren Diskussionen zu mich interessierenden Themen.
Anfang diesen Jahres lernte ich dann im „Treffpunkt“ virtuell Irezumi kennen, der ähnlich unzufrieden war wie ich und sich auch weder im Treffpunkt noch bei empfindsam.net wohl fühlte. Zunächst versuchte ich so noch einmal, mithilfe eines längeren Textes eine Diskussion über Veränderungsmöglichkeiten im Forum „empfindsam.net“ anzuregen, was der dortige Foren-Admin jedoch verweigerte. Da ich auch mittlerweile beobachtet hatte, dass sich eigentlich einige der von mir wahrgenommenen Konflikte in den beiden Foren immer wieder in ähnlicher Form abspielten, entschloss ich mich so nun, einen umfassenderen Erfahrungsbericht über die beiden Foren zu verfassen und daraus einige Vorschläge abzuleiten, wie evtl. eine neue Gruppe oder ein neues Forum für Hochsensibilität aussehen könnte. Ich füge ins nächste Posting diesen Text zum Nachlesen ein, denn er hat eigentlich nichts an Aktualität verloren, da sich bis jetzt an den Zuständen in den beiden Foren leider wenig verändert hat.
Parzival
 
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Im Forenfegefeuer der Empfindlichkeiten: Erfahrungsberichte

Beitragvon Parzival » 21.08.2015, 18:45

Im Forenfegefeuer der Empfindlichkeiten: Erfahrungsberichte aus „Treffpunkt Hochsensibilität“ und „empfindsam.net“

Wenngleich das Konzept der Hochsensibilität in der Psychologie bis heute umstritten ist, findet es in der Öffentlichkeit immer mehr Anklang. Elaine Aron, die es mit ihren Veröffentlichungen in den letzten zwanzig Jahren bekannt gemacht hat, produziert derzeit sogar einen Kinofilm zu ihrem Lebensthema. Menschen, die bei sich selbst hochsensible Wesenszüge vermuten, nehmen aber wohl eher selten als Erstes eines von Arons Büchern zur Hand, sondern suchen zunächst meist im Internet auf Ratgeberseiten nach Hilfe. Die Eingabe entsprechender Suchbegriffe kann sie dabei auch auf die Webportale zweier deutscher Internetforen leiten, deren Namen vielversprechend klingt: „Treffpunkt Hochsensibilität - Freundeskreis für hochsensible Menschen“ und „empfindsam.net – Die Community für hochsensible Menschen“. Beide Portale stellen Interessenten nützliche allgemeine Informationen bereit – Links zu Tests, Hinweise auf andere Ratgeberseiten, Termine von Gruppentreffen, Literaturtipps und auch einige offene Threads, die man ohne Anmeldung mitlesen kann. Was erwartet einen aber, wenn man sich in einem solchen Forum registrieren lässt, um seine Gedanken mit Gleichgesinnten direkt auszutauschen? Wie Erfahrungen von Betroffenen zeigen, erfordert die Mitgliedschaft in beiden Gemeinschaften bisweilen so starke Nerven, dass sich manche Hochsensible durch den virtuellen „Community“-Kontakt destabilisiert fühlen dürften.

Im „Treffpunkt Hochsensibilität“ wird bei einem Neumitglied möglicherweise schon zu Beginn die verwirrende Vielzahl an Threads Misstrauen hervorrufen, in denen es um Forenregeln und Warnhinweise geht. Regelmäßig werden in dem Forum Mitglieder „verwarnt“, einzelne auch auf eine Beobachtungsliste für „Nerv- und Spamuser“ gesetzt. Auffällig lang ist in dem „Freundeskreis für hochsensible Menschen“ die Auflistung von Accountsperrungen - da musste beispielsweise jemand das Forum wegen eines „Verstoßes gegen die Regeln und das Postgeheimnis“ verlassen, einem anderen werden „absichtliche weitere Provokationen“ zur Last gelegt. Bisweilen finden sich sogar langatmige Vorwürfe: So habe eine Userin „Teammitglieder per PN bedrängt, den Charakter der Admins in Frage gestellt und dem Team unterstellt nicht mehr genug Kraft und Lust zu haben dieses Forum zu betreiben“, ja sogar zu fragen gewagt, „ob man es dann nicht besser schließen solle“. Die sich hier andeutende Konfliktdichte und –tiefe fällt dem unbedarften Leser in den meisten Forenthreads zunächst allerdings nicht auf. Vielmehr erscheint die Stimmung der User untereinander zumeist freundlich-mitfühlend, um nicht zu sagen empathisch.
Wenn aber doch einmal im „Treffpunkt Hochsensibilität“ Meinungsverschiedenheiten entstehen, tragen offenbar nicht selten auch Eingriffe der Forenleitung so sehr zur Eskalation bei, dass für manche User das Fass zum Überlaufen gebracht wird. Spuren solcher Konfliktspiralen findet man in dem Forenordner „Komposthaufen“, der eigens angelegt wurde, um unliebsame Diskussionsbeiträge als abschreckende Exempel zur Schau zu stellen. In welch rüdem Ton die Forenleitung User bisweilen abkanzelt, kann man hier nachlesen – vier Beispiele:
„Sorry, das muss ich jetzt noch mal aufgreifen, weil es so naiv und dümmlich ist […].“
„Dieser thread ist […] nicht für impertinente Selbstdarsteller, die andere kleinmachen müssen, um sich selbst zu gefallen.“
„User die sich nicht an Regeln halten können und wollen, sind in dieser Gemeinschaft asoziale Subjekte“.
„Jetzt sage ich als Mensch, dass ich es ekelhaft finde, wie hier scheinheilig das Kriegsbeil gegen Obrigkeiten ausgegraben wird […]. Macht euch nicht lächerlich, bitte, und bedenkt, dass der themenfremde ( jawohl!) Teil von mir dahinverfrachtet wird, wo er hingehört - auf den Kompost, wo sich die Schmeißfliegen dran laben können - die hatten ja länger nichts Stinkendes.“
Heftige Tiraden für einen „Freundeskreis für hochsensible Menschen“ – wenn man davon ausgeht, dass Sensibilität häufig mit emotionaler Empfindsamkeit zu tun hat und nicht nur vorwiegend mit Hochsensitivität oder Affinität zu Esoterik, dann ist zu vermuten, dass die Betroffenen sich von derartigen Verbalattacken persönlich tief verletzt fühlen. Insofern ist die stetige Fluktuation unter den Mitgliedern des „Treffpunkts“ wenig verwunderlich.
Diskussions- und Verhaltensregeln, auf die sich die „Treffpunkt Hochsensibilität“-Forenleitung bei ihren barschen Interventionen zumeist beruft, können in einem Forum zwar grundsätzlich ihren Sinn haben, doch bedürfen sie einer Legitimation. Nicht nur für Hochsensible, sondern im Grunde für alle, die sich als erwachsenen Menschen in einem Diskussionsforum einigermaßen ernst genommen fühlen wollen, sind Fairness, Transparenz und Kritikfähigkeit als Prinzipien der Forenleitung deshalb unverzichtbar. Wer möchte sich schon wie ein Schulkind als „Störenfried“ maßregeln lassen, nur weil er abweichende Meinungen vertritt oder Entscheidungen hinterfragt? Von der „Treffpunkt“-Leitung wird zur Selbstrechtfertigung fürs „Durchgreifen“ jedoch gerne auf das Prinzip des „Hausrechts“ verwiesen: In „ihrem“ Forum dürfte ihre Entscheidungen niemand in Frage stellen, und wer das tue, habe ihr „Haus“ dann eben zu verlassen. Jedoch verstrickt sich die Leitung hier in einen diskursiven Selbstwiderspruch: Wie kann man in „seinem“ Forum andere ernsthaft zur Diskussion einladen, wenn man am Ende grundsätzlich das letzte Wort behalten will?
Ein echtes Diskussionsforum zum freien Gedanken- und Erfahrungsaustausch über ein gemeinsames Thema ist im Grunde nicht ohne demokratische Mitbestimmung der Beteiligten denkbar. Denn nicht nur im realen Leben, sondern auch im virtuellen Raum basiert Freiheit – und damit auch Meinungsfreiheit - immer auf der Vorstellung von (v.a. rechtlicher) Gleichheit der Beteiligten. Restriktive, undemokratische Grundstrukturen beschneiden so in einem Forum nicht nur die Meinungsfreiheit, sondern schränken letztlich auch den Diskussionsertrag ein. Wir alle kennen Negativbeispiele einer auf Ungleichheit basierenden Diskussionskultur noch aus der Schule: Nichts ist langweiliger als eine inszenierte Debatte im Unterricht, in der die Schüler eigentlich nur ihrem Lehrer nach dem Mund reden. Ähnlich ist es auch in einem schulmeisterlich geleiteten Forum - je autoritärer es zugeht, desto langweiliger und flacher werden die Inhalte.
Dabei wären demokratische Strukturen in einem Forum ja gar nicht schwer umzusetzen. Zum Beispiel können wichtige Entscheidungen offen zur Diskussion gestellt, Meinungsbilder per Umfrage erhoben oder Streitfragen durch Abstimmungen entschieden werden. Auch ist es mit entsprechenden Threads durchaus möglich, dass die Forenleitung von sich aus eine offene Feedback-Kultur anregt, in der die User zu Lob und Kritik im Sinne einer ehrlichen Evaluation aufgefordert werden. Und wenn sogar noch über die Besetzung von Leitungspositionen per Abstimmung mitentschieden werden darf, schafft man sich nicht nur sachlich, sondern auch personell eine größere Legitimation für moderierende und administrative Eingriffe in Problemfällen.

Nichtsdestotrotz wird eine derartige Mitbestimmung auch im zweiten Hochsensiblen-Forum „empfindsam.net“ von dessen Leitung strikt abgelehnt, da ein Forum „kein demokratischer Ort“ sei. Immerhin bemüht man sich aber hier um etwas mehr Fairness bei der Moderation, weswegen manche, die sich vom „Treffpunkt“ enttäuscht abgewandt haben, in der „Community für hochsensible Menschen“ ihre virtuelle Heimat gefunden zu haben scheinen.
Dennoch findet sich auch in der Ordnerstruktur von „empfindsam.net“ ein mehrseitiger Thread, in dem über das Ende von Forenmitgliedschaften Buch geführt wird. Sperrungen kommen demzufolge zwar seltener als im „Treffpunkt“ vor, aber dafür erbitten User selbst in schöner Regelmäßigkeit um „die Löschung ihres Accounts“. Warum nun mancher Neuling bei empfindsam.net nach einer Weile wieder das Handtuch wirft, kann man anhand einiger Vorstellungsthreads und längerer Fäden zu kontroversen Diskussionsthemen rekonstruieren. Denn lebhaft debattiert wird allzu gerne in diesem Forum. Allerdings weht dann – anders als zumeist bei längeren Meinungsaustauschen im „Treffpunkt“ – oft ein ziemlich rauer Wind. Und Wehe, wenn sich ein Neuling dann über „unsensible“ Unsitten in einer solchen Debattenschlacht beschwert – da sind einige Forenstammgäste schnell höchst pikiert: Sensibel sein heiße nicht, „in Watte gepackt zu werden“, es gebe in dem Forum keine Sonderrechte für besonders Empfindsame – so etwas zu beanspruchen, grenze an „emotionale Erpressung“. Unerträglich sei es, wenn jemand mit „erhöhter Sensibilität sein Anliegen brachial durchdrücken“ wolle und dazu gar noch „die Mobbing-Keule heraushole“, denn schließlich dürfe bei empfindsam.net immer noch jeder so schreibe, „wie ihm der Schnabel gewachsen“ sei. Der naturgemäß leicht verletzliche hochsensible Forenneuling bekommt in einer mutmaßlichen Gleichgesinnten-Community damit also im Grunde genau das zu lesen, was er sich schon so oft in seinem Leben anhören musste: "Sei bloß nicht so empfindlich!“
Ein Grund für diese schroffe Umgangsweise untereinander liegt möglicherweise darin, dass der Anteil von Stamm-Usern dieses Forums relativ hoch sein könnte, die eher hochsensitiv als hochsensibel sind und insofern für emotionale Empfindsamkeit kaum mehr Verständnis aufbringen als die Durchschnittsbevölkerung. Eventuell sind einige der sich für hochsensitiv haltenden Forenmitglieder sogar eher dem Asperger-Spektrum zuzurechnen – das würde Probleme mit Empathie und den Hang zu Rechthaberei erklären. Vor allem dürften aber nicht wenige Stammuser sich mit ihrer persönlichen HS-Thematik bereits länger beschäftigt und mit ihrer eigenen Empfindsamkeit soweit arrangiert haben, dass sie inzwischen wenig Bedürfnis nach einem besonderen Foren-Schutzraum für sensible Kommunikation verspüren. So reagieren sie nun eher genervt, wenn sie sich mit Problemen, die sie selbst glücklich überwunden zu haben glauben, wieder neu auseinandersetzen müssen. Explizite Sensibilitäts-„Ansprüche“ von Neulingen rühren so vielleicht auch an alte, eigentlich nur schlecht verheilte Ego-Wunden der Stamm-Userschaft. Deswegen fallen die Abwehrreaktionen dann auch umso heftiger aus, frei nach dem Motto: „Die schlimmsten Feinde der Elche / waren früher selber welche“.
Empfindsam.net setzt sich also zwar mit der Hochsensibilität als Thema gedanklich auseinander, versteht sich aber keineswegs als virtueller Zufluchtsort, der besonders auf das Wohlbefinden empfindsamer Menschen achten möchte. Auf welche Weise könnten aber Umgangsformen in einem Forum zu etabliert werden, die – anders als bei empfindsam.net - auch den Bedürfnissen von besonders empfindsamen Menschen im Spezifischen gerecht werden? Zwei Verhaltensgrundregeln könnten hier meiner Ansicht nach weiterhelfen:
1. Es ist grundsätzlich niemand als „zu empfindsam“ abzulehnen. Jeder darf in einem Forum für hochsensible Menschen so empfindsam sein, wie es für ihn richtig ist und wie er sich damit wohlfühlt. Und niemand sollte andere darüber belehren, wie sensibel man "normalerweise" sein soll. Verständnis für jede Form der Sensibilität ist als Basis der Verständigung untereinander zu akzeptieren.
2. Wenn jemand sich aufgrund seiner Empfindsamkeit verletzt fühlt, darf er das offen ansprechen. Derjenige, der dieses Verletztheitsgefühl verursacht hat, ist aufgefordert, seine Äußerung so zu korrigieren, dass der andere sich nicht mehr verletzt fühlt. Erwünscht ist hier ein wechselseitiger sensibler Lernprozess, der letztlich beide „Kontrahenten“ weiterbringen kann.
Besonders die zweite Regel dürfte auch Widerspruch hervorrufen: Man wolle sich von Mimosen nicht den Mund verbieten lassen, das schränke ja die Meinungsfreiheit ein, etc. Allerdings geht es bei verletzter Empfindsamkeit meistens eher um den Ton, der die Musik macht, und nicht um die Musik an sich. Es darf zwar alles angesprochen werden, aber jeder sollte darauf achten, wie er es sagt und dazu bereit sein, sich ggf. zu korrigieren, wenn andere sich verletzt fühlen. Inspiriert sind die Regeln übrigens von der Anti-Gewalt-Prävention. Dort wird Wert darauf gelegt, dass nie der Angreifer bestimmen darf, was Gewalt ist. Wenn jemand eine Annährung als bedrohlich oder zudringlich empfindet, dann darf er das laut sagen und sich keinesfalls vom Angreifer einschüchtern lassen. Dieser mag ihm vielleicht glauben machen wollen, dass alles gar nicht so schlimm sei, aber hier gilt es, der Täterlogik die Akzeptanz zu verweigern.
In einer „Community für Hochsensible“, die diese zwei Grundsätze beherzigt, würden sich nicht nur Menschen besser verstanden fühlen, die sich als besonders empfindsam im Sinne von emotionaler Sensibilität wahrnehmen. Profitieren könnten davon letztlich auch alle anderen User, weil die Kommunikation untereinander nicht nur verständnisvoller, sondern auch offener wäre und so vermutlich viel mehr persönliche Erfahrungen ausgetauscht würden als in einem Forum, in dem User fürchten müssen, sich gegenüber anderen als zu verletzlich zu erweisen. Eine solche offene und freie Foren-Kommunikation ließe sich wohl am besten im Rahmen eines virtuellen Ortes verwirklichen, der sich auch um möglichst viele Mitbestimmung und Gleichberechtigung seiner User bemüht.

Insofern steht die Schaffung eines Internet-Forums bislang noch aus, das von seiner Grundstruktur gelungene Kommunikation zwischen hochsensiblen Menschen fördert. Deshalb ist nun „Diskussionsgruppe: Gründung eines neuen Forums für Hochsensibilität?“ gegründet worden, in der – ausgehend von diesem Text – darüber diskutiert werden kann, inwieweit es sinnvoll wäre, eine neue Gruppe oder ein neues Forum für Hochsensible zu gründen.
Insofern steht die Schaffung eines Internet-Forums bislang noch aus, das von seiner Grundstruktur gelungene Kommunikation zwischen hochsensiblen Menschen fördert. Deshalb ist nun eine Facebook-Gruppe gegründet worden, in der – ausgehend von diesem Text – darüber diskutiert werden kann, inwieweit es sinnvoll wäre, eine neue Gruppe oder ein neues Forum für Hochsensible zu gründen. Interessenten finden sie bei Facebook unter dem Namen „Diskussionsgruppe: Gründung eines neuen Forums für Hochsensibilität?“ oder dem Link https://www.facebook.com/groups/HSPDiskussionsgruppe/
Parzival
 
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Wie ging es weiter? Von „Diskussionsgruppe“ zur Forengründun

Beitragvon Parzival » 21.08.2015, 18:52

Nachdem ich den obigen Erfahrungsbericht geschrieben hatte, konnte ich Irezumi für die Idee gewinnen, zusammen eine Facebook-Gruppe zu gründen, in der darüber diskutiert werden sollte, ob man nicht eine neue Gruppe oder ein neues Forum starten könnte. So entstand dann im April bei Facebook die „Diskussionsgruppe: Gründung eines neuen Forums für Hochsensibilität“, für die wir in einigen Facebook-Gruppen etwas Werbung machten und einige uns aus Foren bekannte User direkt ansprachen. Die Mitgliederzahl der Gruppe schwankte zwar zwischen 20 und 30, allerdings waren nie mehr als zehn Leute aktiver an der Gruppe beteiligt. Wir blieben also eigentlich ein kleiner Kreis, so dass es zunächst fraglich war, was für eine weitere Initiative überhaupt daraus folgen könnte.
Im Juli gab es dann zunächst einen ersten Gründungsversuch, bei dem allerdings schon nach kurzer Zeit klar wurde, dass die Initiatorin eigentlich gar nicht vielen Grundgedanken folgen wollte, die in der Diskussiongruppe gemeinsam entwickelt worden waren. Sie verwaltet nun bei NAKOS ihr eigenes Forum, das sich „HSP – Hochsensibel und Hochsenitiv“ nennt.
Irezumi und ich unternahmen daraufhin einen zweiten Anlauf und so verwalte ich nun seit August bei NAKOS unser Forum „sensibel & empfindsam“. Ich bin sehr froh, dass das Forum bei NAKOS auf dem Portal selbhilfe-interaktiv.de seine virtuelle Heimat gefunden hat und uns eine vertrauenswürdige Selbsthilfe-Dachorganisation administrativ zur Seite steht.
Schon in der Facebook-„Diskussionsgruppe“ zeigte sich allerdings auch, dass es gar nicht so einfach ist, einen gemeinsamen Nenner zu finden, was man denn überhaupt unter Hochsensibilität versteht und um welche Themen sich ein neues Forum vorrangig kümmern soll. Auch die Frage, wie denn nun „sensible Kommunikation“ konkret aussehen könnte, wurde noch nicht erschöpfend diskutiert. All diese interessanten, aber bisweilen wohl auch kontroversen Themen werden so noch im neuen Forum wohl aufzugreifen und in der Praxis zu klären sein. Wir hoffen, dass uns auch die nächsten Schritte gemeinsam gelingen und das Forum so zu einer Art virtuellen Heimat von sensiblen und empfindsamen Menschen werden kann, in der sie sich in einer Gemeinschaft akzeptiert fühlen und sich zusammen über alles, was sie beschäftigt und interessiert, austauschen können.
Parzival
 
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