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von NAKOS am 18. November 2011 - 11:36 Uhr, Mitglied seit 30.08.2011

Warum sind auf der Liste mit Selbsthilfe-Internetforen auch solche genannt, die Werbeanzeigen auf ihren Seiten haben?

In einem Kommentar zu einem Forum von der Liste mit Selbsthilfe-Internetforen im Bereich "Im Netz orientieren" wurde gefragt, wieso dort auch Foren gelistet sind, auf denen es Werbeanzeigen gibt. 
Da wir davon ausgehen, dass dieser Umstand auch noch bei anderen zu Verwirrung führen könnte, nennen wir auch hier im Forum noch einmal unsere Antwort auf diee Frage:
 
"Zum jetzigen Zeitpunkt haben Zusammenschlüsse von Betroffenen, die ausschließlich im Internet kommunizieren, keine Möglich, Förderung durch die Krankenkassen zu erhalten.
Viele Internetforen können daher nur durch einen ernormen Einsatz an ehrenamtlicher Arbeit und privaten Mitteln am Laufen gehalten werden, denn ein gutes Forum muss intensiv betreut und gewartet werden und es fallenKosten für Server und ggf. Provider und Software an.
Vor diesem Hintergrund haben wir uns bei der NAKOS für ein pragmatisches Vorgehen entschieden:
Idealerweise sollten Foren von Betroffenen für Betroffene keine Werbung enthalten.
Aufgrund der erwähnten Finanzierungsschwierigkeiten für Internetforen akzeptieren wir den Einsatz von Werbung jedoch unter bestimmten Bedingungen: Werbung muss eindeutig als solche gekennzeichnet sein, sie darf sich nicht inhaltich oder vom Layout mit den eigentlichen Inhalten der Seite vermischen. Die Werbung darf zudem die Seite nicht dominieren (dazu gehört auch, dass es keine Pop-Up-Werbefenster geben soll und keine Musik oder sonstigen Geräusche, die der Ankündigung von Werbung dienen).
Zentrales Aufnahmekriterium ist außerdem, dass der Einsatz von Werbung wirklich nur die entstandenen Kosten deckt und der Betreiber damit nicht Geld verdient. Ein Selbsthilfe-Internetforum nach unserem Verständnis darf keine kommerziellen Zwecke verfolgen, Ziel darf nicht sein, mit dem Betrieb einer Seite / eines Forums Gewinn zu erwirtschaften.
Problematischer als offene Werbung ist versteckte Werbung, wenn beispielsweise ein vermeintlich Betroffener in einem Forum wiederholt ein bestimmtes Produkt lobt. Solche in der PR-Branche auch als "Guerilla-Marketing" bezeichneten Aktivitäten sind oft nur sehr schwer zu erkennen und häufig auch nur für Menschen, die sich mit der jeweiligen Krankheit / Problem sehr gut auskennen.
Wir hoffen, diese Ausführungen waren hilfreich.
Ihre NAKOS"

Kommentare (9)

von mafu am 20. November 2011 - 13:15 Uhr, Mitglied seit 17.11.2011

AW: Warum sind auf der Liste mit Selbsthilfe-Internetforen ...

Zitat:
"Zum jetzigen Zeitpunkt haben Zusammenschlüsse von Betroffenen, die ausschließlich im Internet kommunizieren, keine Möglich, Förderung durch die Krankenkassen zu erhalten. ...

Das stimmt so nicht, würde ich dem mal entgegen halten.
Es gibt genug Möglichkeiten, an Fördergelder zu kommmen, auch für rein im Internet agierenden sog. Selbsthilfe-Verbindungen und -Foren, wenn man sich dafür einsetzt und die entsprechenden Vorgaben erbringt.

Voraussetzung ist u. a. eine entsprechende Buchführung und Belegung von eingegangenen Geldern, deren Ausgaben und Verwendung und weitere Vorgaben, die manche Internet-Foren scheuen. Manche haben auch einen Verein als Grundlage ihrer Arbeit gegründet, mit weiteren Verpflichtungen der Offenlegung ihrer Arbeit gegenüber Mitgliedern, Finanzamt und evtl. erhaltenen Fördermitteln.

Man muss unterscheiden zwischen reien Internet-Foren zum Austausch von Betroffenen und manchmal recht dubiosen Anbietern, die jeder eröffnen kann, manchmal auch mit kostenlosen Foren, und zwischen werbefreien Webseiten mit Austauschmöglichkeiten, die fundierte und kompetente Hilfen für Betroffene anbieten.

Die zweite Form wäre mein Kriterium, wenn ich auf eine Internet-SHG zurückgreifen würde, aber eher zur Information und zur Klärung bestimmter Fragestellung. Eine Selbsthilfe vor Ort kann diese nur im begrenzten Maße ersetzen. Da diese aber für bestimmte Erkrankungen oft fehlen, kann eine Internet-SHG eine Lücke schließen, wenn auch nur bedingt.

Jedenfalls kann eine gewisse Skepsis und kritische Haltung bei jeder Form der im Internet vorhandenen sog. SHGs m. E. nicht schaden.

von Sandra am 20. November 2011 - 15:03 Uhr, Mitglied seit 08.09.2011

AW: Warum sind auf der Liste mit Selbsthilfe-Internetforen ...

mafu schrieb:

Das stimmt so nicht, würde ich dem mal entgegen halten.
Es gibt genug Möglichkeiten, an Fördergelder zu kommmen, auch für rein im Internet agierenden sog. Selbsthilfe-Verbindungen und -Foren, wenn man sich dafür einsetzt und die entsprechenden Vorgaben erbringt.
......

Eine Selbsthilfe vor Ort kann diese nur im begrenzten Maße ersetzen. Da diese aber für bestimmte Erkrankungen oft fehlen, kann eine Internet-SHG eine Lücke schließen, wenn auch nur bedingt.

Hallo mafu,

in Bayern ist bisher ( und auch im nächsten Jahr 2012) eine Förderung von rein virtuellen Selbsthilfegruppen auf der örtlichen Ebene durch die gesetzlichen Krankenkassen nach § 20c SGB V nicht möglich. Fördervorraussetzung ist, dass sich die Gruppen regelmäßig zum Meinungs-und Erfahrungsaustausch treffen.

Ich stimme Ihnen zu, dass die jahrzehntelang bewährte Hilfeform der Selbsthilfe vor Ort nicht durch virtuelle Selbsthilfegruppen ersetzt werden kann.
Virtuelle Selbsthilfe kann aber eine sinnvolle Ergänzung zur bekannten Gruppenselbsthilfe vor Ort sein, gerade wie Sie schreiben, für Menschen mit seltenen Erkrankungen, wo es oft nicht so einfach ist, so viele Betroffene für eine Gruppe vor Ort zu finden.

Ergänzen möchte ich dies noch um die Gruppe der Menschen mit Mobilitätseinschränkungen oder für Betroffene aus sehr ländlichen Gebieten. Sicher gibt es hier auch noch andere Personenkreise.
Und wie im Forum "Junge Menschen und Selbsthilfe" in den Beiträgen zum Workshop zum Selbsthilfekongress am 04.11.11 geschrieben wurde "vielleicht sollte man mal anfangen, junge gruppen gezielt über das internet zu organisieren."

Viele Grüße
Sandra
Moderatorin im Forum "Rund um die Selbsthilfe"

von Alex am 22. November 2011 - 13:46 Uhr, Mitglied seit 07.11.2011

AW: Warum sind auf der Liste mit Selbsthilfe-Internetforen ...

Hallo,

meiner Ansicht nach wäre es zumindest fair, wenn die entsprechende Selbsthilfeplattform öffentlich darlegen müsste, wie hoch die Einnahmen durch die Werbeanzeigen oder sogar Pay-per-Klick-Anzeigen sind und wie diese Einnahmen für den Betrieb des Forum verwendet werden.

Leider ist es nur sehr schwer abzuschätzen, wie hoch die Einnahmen einer Website sein dürften.

Speziell bei einem gut besuchten Forum sind aber hohe Einnahmen möglich, die die Betriebskosten (Kosten für Webspace, V-Server oder Server, evtl. Softwarelizenzen) bei Weitem übersteigen.

Es gibt reichlich professionelle Forenbetreiber, die solch hohe Einnahmen erzielen, dass dies für den gesamten Lebensunterhalt ausreicht.

Ich kann mich auch daran erinnern, dass ich im schriftlichen Aufnahmeantrag von Selbsthilfe Interaktiv dafür unterschrieben habe, dass etwaige Werbung "deutlich als solche gekennzeichnet ("Anzeige", "Werbung")" ist.

Ob z.B. die Formulierungen "Wir empfehlen" und "Unsere Mitglieder empfehlen" dieser Klausel gerecht wird, möge jeder selbst für sich beurteilen.

Mal ganz davon abgesehen sollte sich auch jeder Seitenbetreiber darüber im Klaren sein, dass Werbung auf einer Website diese Seite rechtlich zu einer nicht-privaten, sondern kommerziellen Seite macht und dies weitreichende, rechtliche Konsequenzen mit sich bringt.

Zusammengefasst halte ich persönlich überhaupt nichts von Werbung in einem Selbsthilfeforum, denn die wirklich überschaubaren Betriebskosten (bei einem kleineren Forum mit kostenloser Software vielleicht 20 - 30 Euro pro Monat) können nun wirklich aus anderen Quellen gedeckt werden.

Viele Grüße,
Alex

von BHSommer am 22. November 2011 - 16:47 Uhr, Mitglied seit 22.11.2011

AW: Warum sind auf der Liste mit Selbsthilfe-Internetforen ...

Hallo,

ich bin der Betreiber von adipositas-portal.de, einem solchen unerhörten Forum, das Werbung auf seinen Seiten hat.

mafu schrieb:
Zitat:
Man muss unterscheiden zwischen reien Internet-Foren zum Austausch von Betroffenen und manchmal recht dubiosen Anbietern, die jeder eröffnen kann, manchmal auch mit kostenlosen Foren, und zwischen werbefreien Webseiten mit Austauschmöglichkeiten, die fundierte und kompetente Hilfen für Betroffene anbieten.

Das stimmt. Allerdings ist das für einen Betroffenen, der eine Seite das erste Mal besucht, schwer zu durchschauen.
Es gibt aber zumindest zwei Anhaltspunkte, die helfen könnten:

1. Gibt es einen direkten Vertrieb (eines oder weniger Produkte)?
2. Wie viele Menschen diskutieren dort, und ist eine Diskussion kontrovers?

Bei ersten Punkt ist es recht klar, dass es meist um den Vertrieb eines Produktes geht. Bei zweiten Punkt: Kein noch so dubioser Betreiber "faked" täglich hunderte Einträge. Das wäre ein Arbeitsaufwand, der sich niemals rechnen würde.

Zitat:
Jedenfalls kann eine gewisse Skepsis und kritische Haltung bei jeder Form der im Internet vorhandenen sog. SHGs m. E. nicht schaden.

Das sehe ich genauso. Übrigens die gleiche Skepsis, die man auch beim Besuch einer SHG vor Ort haben sollte. Den auch dort weiß man nicht, was hinter verschlossenen Türen passiert.
Alex schrieb:
meiner Ansicht nach wäre es zumindest fair, wenn die entsprechende Selbsthilfeplattform öffentlich darlegen müsste, wie hoch die Einnahmen durch die Werbeanzeigen oder sogar Pay-per-Klick-Anzeigen sind und wie diese Einnahmen für den Betrieb des Forum verwendet werden.

Ich habe das früher regelmäßig gemacht, mit dem Ergebnis, dass ich von einigen Nutzern Spenden bekommen habe. Da mir das aber nicht darum geht, Spendengelder einzusammeln, habe ich das eingestellt und stelle die INfos nur noch auf Nachfrage bereit.

Aber nehmen wir doch einfach mal an, das Online-Forum erwirtschaftet tatsächlich einen Überschuss. Was sollte denn dann die Konsequenz sein? Hat das einen Einfluss auf die Qualität der Hilfe? Sollte das Forum dann abgestraft werden, oder verdonnert, Fördergelder zu nutzen, die vielleicht an anderer Stelle viel dringlicher benötigt werden?

Die Frage der Finanzierung hat doch primär keinen Einfluss auf die Qualität der Hilfe. Eine Angebot mit Werbung ist nicht per se schlechter als ein Angebot ohne Werbung. Und nicht alles, was Fördergelder bekommt ist zwangsweise auch gut.

Wichtig ist, wie der Einzelne damit umgeht - der Betreiber, der Werbung schaltet, genauso wie der Nutzer, der mit der Werbung (überall im Internet und in der realen Welt) in Kontakt kommt.

Man muss zweifelsohne über Medienkompetenz verfügen - völlig losgelöst von der Frage nach Werbung oder Förderung.

Ich denke der Werbeträger Internet ist völlig überschätzt. Es ist gar nichts gegen Werbebeinflussung im Realen: im Fernsehen, in Printmedien, in Broschüren (wer gibt die heraus), und sonst wo.

Die Werbebanner im Internet sind nicht das Problematische. Die meisten Menschen sehen die gar nicht mehr.
Schlimmer ist ein Product-Placement, ein Bewerben von Produkten durch vermeintliche Nutzer, die von den Vorzügen diesen oder jenen Produktes schwärmen. Hier hilft aber sehr gut die "Selbstheilungskraft" eines gut funktionierenden Forums. So ein Artikel steht keine 10 Minuten online, ohne, dass dieser gemeldet wird.

Zitat:
Es gibt reichlich professionelle Forenbetreiber, die solch hohe Einnahmen erzielen, dass dies für den gesamten Lebensunterhalt ausreicht.

Ich glaube, das wird komplett überschätzt. Also im Bereich Selbsthilfe ist das in meinen Augen utopisch. Das mag sein, dass das in anderen Bereichen geht (Computer, Software, Bücher, ...), aber im Gesundheitsbereich bestimmt nicht.

Adipositas-Portal.de ist eines der größten Foren zum Thema Adipositas-Chirurgie. Wir haben rund 300.000 Besucher monatlich (bereinigt um Mehrfachbesucher) (etwa 10 Millionen unbereinigt). Und die monatlichen Werbeeinnahmen schwanken um 120 EUR pro Monat. Setze ich die Betriebskosten dagegen, dann geht das mittlerweile gegen plus-minus Null auf. Aber seit Gründung 2004 habe mehrere Tausend Euro dort zugeschossen.

Das Forum ist eben eine Herzenssache und kein Gewerbeunternehmen. Auch, wenn ich dafür mittlerweile einen Gewerbeschein habe, nachdem mich nette Menschen an entsprechender Stelle empfohlen hatten.

Herzlichen Gruß,
BH Sommer

von Chris am 23. November 2011 - 10:59 Uhr, Mitglied seit 08.09.2011

AW: Warum sind auf der Liste mit Selbsthilfe-Internetforen ...

Hallo,

die Frage, ob Werbung auf Webseiten legitim ist, ist schon so alt wie das Internet. Und ganz nebenbei betrifft diese Frage nicht nur die Selbsthilfe sondern auch viele andere gemeinnützige Projekte im Internet.

Die Antwort ist nicht leicht. Sie hängt von der Art der Werbung ab, von der Masse der Werbung, von den Einnahmen durch die Werbung, vom Thema der Webseite und einer Vielzahl weiterer Faktoren. Meiner Meinung nach sollte nicht diskutiert werden, ob Werbung generell gut oder schlecht sondern in welchem Rahmen und Umfang diese angemessen ist.

@BHSommer: Ihr Forum ist deswegen nicht unerhört ;-)

Ich finde, dass Google Adsense (wie im Fall von BHSommer’s Forum) ein guter Weg der Finanzierung ist, wenn es als Werbung gut erkennbar ist. Der Grund hierfür ist, dass hier pro Einblendung gezahlt wird. Man muss daher nicht einmal darauf klicken oder versuchen mit Hilfe geschickter Platzierung User zu einem Klick zu bewegen, indem man zum Beispiel nervige Popupfenster einblendet. Auch funktioniert Googles Adsense ganz ohne Bilder und Animationen und macht daher nicht großartig auf sich aufmerksam.

Was ich mir persönlich allerdings oft wünschen würde, ist, dass über jeder Werbeeinblendung das Wort „Werbung:“ zu lesen wäre. Denn mit dem Begriff „Google-Anzeige“ bringt evtl. nicht jeder sofort kommerzielle Werbung in Verbindung (Vielleicht handelt es sich auch um eine Anzeigenbörse von anderen Benutzern?). Hier kommt es aber darauf an, in wie weit so was technisch machbar ist.

Worüber man natürlich streiten könnte ist ob die Inhalte der Werbung nicht sogar manchmal kontraproduktiv sind. Und in wie weit die Möglichkeit besteht diese Inhalte selbst zu steuern um das zu vermeiden.

@BHSommer: Können Sie denn eigentlich die genauen Inhalte der Werbung kontrollieren und damit evtl. selbst einzelne dubiose Einträge ausschließen? Oder ist es möglich, dass wenn ein Benutzer sich von einer Anzeige innerhalb eines Werbeblogs belästigt fühlt diese speziell abzuschalten?

LG

von piet am 23. November 2011 - 17:55 Uhr, Mitglied seit 14.11.2011

AW: Warum sind auf der Liste mit Selbsthilfe-Internetforen ...

Hallo Chris,
auf gestellte Fragen möchte ich eine Antwort geben, denn dies könnte auch für andere Betreiber ein Hinweis sein.

Chris schrieb:
Was ich mir persönlich allerdings oft wünschen würde, ist, dass über jeder Werbeeinblendung das Wort „Werbung:“ zu lesen wäre. Denn mit dem Begriff „Google-Anzeige“ bringt evtl. nicht jeder sofort kommerzielle Werbung in Verbindung (Vielleicht handelt es sich auch um eine Anzeigenbörse von anderen Benutzern?). Hier kommt es aber darauf an, in wie weit so was technisch machbar ist.

Der Bereich innerhalb einer Webseite kann recht leicht durch weitere Zusätze als Werbung kenntlich gemacht werden. Der Hinweis kann jeweils beim Werbeblock untergebracht werden. In Form einer Überschrift (möglicherweise auch weiter erklärende Worte) lässt sich so etwas mit jedem System realisieren. Die deutlichere Kennzeichnung liegt also im Bereich der Seitenbetreiber. Wer gewissenhaft und ordentlich präsentiert, wird sich die wenig Zeit kostende Mühe gerne machen.

Chris schrieb:
Können Sie denn eigentlich die genauen Inhalte der Werbung kontrollieren und damit evtl. selbst einzelne dubiose Einträge ausschließen? Oder ist es möglich, dass wenn ein Benutzer sich von einer Anzeige innerhalb eines Werbeblogs belästigt fühlt diese speziell abzuschalten?

Bei den Adsense-Werbeeinblendungen kann der Seitenbetreiber in seinem Account einfach verwalten, wenn beispielsweise unerwünschte Werbung von Scharlatanen im Inhalt erscheint. Es können explizit einzelne Werbekunden von der Darstellung auf der eigenen Seite ausgeblendet werden.

Sorry, dass ich nach offtopic abgedriftet bin.
Mir erschien an dieser Stelle meine Erklärung sinnvoll.

Gruß
piet

von Chris am 23. November 2011 - 19:39 Uhr, Mitglied seit 08.09.2011

AW: Warum sind auf der Liste mit Selbsthilfe-Internetforen ...

Das mit den Adsense-Einstellungen ist doch schon mal super. Dann wäre es ja sogar denkbar, dass über einen entsprechenden Informationskanal (Zum Beispiel ein Unterforum mit dem Namen: Werbung) die Forenbenutzer die Art der Werbung über den Betreiber aktiv mitgestalten oder zumindest beeinflussen könnten. Das könnte Finanzierung über Werbung in meinen Augen sogar noch stärker legitimieren.

piet schrieb:
Der Bereich innerhalb einer Webseite kann recht leicht durch weitere Zusätze als Werbung kenntlich gemacht werden. Der Hinweis kann jeweils beim Werbeblock untergebracht werden. In Form einer Überschrift (möglicherweise auch weiter erklärende Worte) lässt sich so etwas mit jedem System realisieren. Die deutlichere Kennzeichnung liegt also im Bereich der Seitenbetreiber. Wer gewissenhaft und ordentlich präsentiert, wird sich die wenig Zeit kostende Mühe gerne machen.

Sie haben Recht. Viele Systeme können das sicher. Ich hatte aber eigentlich eher daran gedacht, dass es auch Systeme geben mag, bei denen es diese Einstellung unter Umständen nicht ohne weiteres gibt und dann Änderungen am Quellcode nötig wären. Das meine ich mit technischer Umsetzung.

LG

von piet am 23. November 2011 - 20:06 Uhr, Mitglied seit 14.11.2011

AW: Warum sind auf der Liste mit Selbsthilfe-Internetforen ...

Den Umgang mit html, css und php setze ich bei einem Seitenbetreiber voraus. Zumindest aber sollte gewährleistet sein zu wissen wo man diesbezügliche Hilfen im Web finden sollte.

Was Legitimierung der Werbung angeht, kann äußerst unterschiedlich betrachtet werden.

Ich werde zu beiden Thematiken gleich noch neue Threads eröffnen um in diesem hier nicht allzu sehr abzudriften.

Gruß
piet

von sonnenstrahl am 26. April 2012 - 12:42 Uhr, Mitglied seit 26.04.2012

AW: Warum sind auf der Liste mit Selbsthilfe-Internetforen ...

ich betreue seit dem Jahr 2000 div. Webseiten, die Büchertipps und Links zu Selbsthilfegruppen beinhalten.
Nach Themen bezogen können Selbsthilfegruppen ihre Webseite bei mir melden und sie werden kostenfrei eingetragen.
....div. Partnerprogramme habe ich ausprobiert.
Hängen geblieben bin ich beim Partnerprogramm von Amazon.
Dank der User erhalte ich ca 100 - 120 Euro pro Jahr -
auch bei den Ausgaben kann man sparen: keine Länderdomain, sondern .org oder .info Domain ist billiger.....
auch in Wien gibt es nur für reale Gruppentreffen Fördergeld.
Da ich Angehörige betreue, deren Kind während der Schwangerschaft, Geburt oder kurz danach starb - insbesondere in der Zeit vor dem Begräbnis, damit auch sie ihr verstorbenes Familienmitglied würdig auf einem Friedhof beerdigen können - ist das Internet für unsere Arbeit nicht mehr wegzudenken.