Öffentlichkeitsarbeit für Selbsthilfegruppen

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von denise83aktiv am 10. Oktober 2011 - 10:15 Uhr, Mitglied seit 06.10.2011

Infostand und trotzdem anonym?

Unsere Gruppe ist von der örtlichen Kontaktstelle eingeladen worden unsere Arbeit auf einem Infostand bei einer reginalen Messe zu präsentieren. Wir finden das alle gut und wichtig, aber einige wollen sich mit Ihrem Problem nicht outen und haben Angst, dass Nachbarn oder Bekannte Sie sehen könnten. Kennt jemand das Problem und wir löst ihr das?

Kommentare (4)

von Franz am 13. Oktober 2011 - 9:22 Uhr, Mitglied seit 11.10.2011

AW: Infostand und trotzdem anonym?

ich bin auch aus einer "heiklen" gruppe. zum glück gibt es manche in der gruppe, die auch in der öffentlichkeit zu ihrem thema stehen. die sind schon lange trocken und wollen ihre erfahrungen an möglichst viele leute weitergeben, damit vielleicht anderen manches erspart bleibt. wir haben in der gruppe drüber gesprochen, ob und warum es sinnvoll ist, infostände zu machen. nur die, die das mögen, gehen hin. wenn keiner von denen kann, sind wir halt nicht dabei.

von Theresa am 13. Oktober 2011 - 12:32 Uhr, Mitglied seit 08.09.2011

AW: Infostand und trotzdem anonym?

Ja, ich kann Franz nur beipflichten. Bei schwierigen Themen muss ein Betroffener schon sehr weit in seinem Prozess sein, damit er sich traut hier auch in der Öffentlichkeit zu seinem Problem oder seiner Erkrankung zu stehen. Oder es kann auch sein, dass manche Menschen, das nie für sich in Betracht ziehen und die Entscheidung treffen, dass Sie das eben nicht wollen. Überredet sollte auf jeden Fall niemand dazu werden.
Eine Möglichkeit ist es, auch jemand aus einer anderen Stadt, der dort in einer thematisch gleichen Gruppe aktiv ist, zu bitten am Infostand mit zu arbeiten. Das handhaben oft Selbsthilfegruppen aus dem Bereich der anonymen Gruppen so und finde ich ebenfalls eine gute Idee.
Gruß von Theresa
P.S: Unter "Moderatoren stellen sich vor" ist eine Vorstellung von mir zu finden.

von Waltraud Mayer am 18. November 2011 - 13:30 Uhr, Mitglied seit 17.11.2011

AW: Infostand und trotzdem anonym?

Das ist wirklich schwierig und kommt ganz auf die Art der SH an. Diabetes, Bandscheibenvorfall, Herzinfarkt, da kann man gut in die Öffentlichkeit, bei Darmkrebs mit künstlichem Darmausgang(Stoma) wird es schon problematischer, das ist ein Tabuthema, wie Drepression, Alkohol usw. und es kommt auch darauf an wo der Infostand ist. Ich z.B. bin ja oft auf Infoständen vertreten, aber selbst ich würde mich nie mit einem Stand auf den Stadtplatz meines Wohnortes stellen. Ich nehme nur an Veranstaltungen von Kliniken, Krankenkassen, Sekon und ähnlichem teil, weil da kommen die Leute die ich erreichen will, am Stadtplatz gehen auch die vorbei die es nichts angeht das ich ein Stoma habe.... und so denke ich geht es vielen Leuten mit Handicap das man nicht sofort sieht. Das sollte man auch akzeptieren. Ein guter Berater in der Gruppe, muß nicht zwangläufig sein Gesicht in der Öffentlichkeit präsentieren.
LG Waltraud

von Chris-AVD am 29. Februar 2012 - 15:17 Uhr, Mitglied seit 29.02.2012

AW: Infostand und trotzdem anonym?

Wir machen das auch mit der gegenseitigen Hilfe in den
unterschiedlichen Städten/Orten.

Helfer aus A betreuen den Stand in Stadt B
und die Gruppe B betreut den Stand in A.

Funktioniert prima !